04.03.2026

PORTRAIT: Anne Mende

Unser Förderverein lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Mit jeder und jedem wird er bunter und lebendiger. Und jedes Mal, wenn jemand Neues dazukommt, freuen wir uns und sind auch selbst ein wenig überrascht, was alles möglich ist: Nun haben wir sogar eine Fotografin mit an Bord: Herzlich willkommen, liebe Anne Mende!  

Als Anne und Nina sich im Mai 2020 kennenlernten, lebte Anne noch in Rostock. Dort hatte es mit ihrer fotografischen Leidenschaft angefangen: Wenn sie morgens mit dem Hund am Strand spazieren ging, fotografierte sie den Sonnenaufgang. Dass sie nach Hamburg ziehen würde, wusste Anne zu dem Zeitpunkt zwar noch nicht, hatte es aber im Gefühl. „So war der Plan“, sagt die 35-Jährige.
Manchmal, bevor etwas Wichtiges passiert, eilt vielleicht ein Gefühl oder ein Gedanke voraus. Anne und Nina wussten, dass ihre Begegnung etwas Besonderes ist. Kurzum zog Anne nach Hamburg zu Nina. Und nicht nur Ninas Katze ‚Judy’ und Annes Dackel-Beagle-Schäferhund-Mischling ‚Kira’ verstanden sich auf Anhieb ohne Worte.
Anne, die von sich sagt, dass sie stets sehr genau in sich reinhöre, ob etwas zu ihr und ihrem Leben passe, war sich „sehr schnell sehr sicher.“
„Wenn ich Hochzeiten fotografiere, ist mir wichtig, dass die Stimmung, die dort ist, auf meinen Bildern rüberkommt“, erzählt die gelernte Finanzbeamtin, „Die Fotos sollen echt und authentisch sein.“ 2023 stand Anne, die sich gerne im Hintergrund bewegt, dann ausnahmsweise mal vor der Kamera, nämlich, als sie und Nina selbst heirateten.
Auch Portraits, Reise- und Tierfotos gehören zu Annes Repertoire, Portraits mag sie am liebsten in Schwarz-Weiß: „Farbe ist oft zu aufgeregt und nimmt das Augenmerk von den Menschen weg.“ Die Fotografie ist für Anne ein kreativer Ausgleich zur Arbeit, bei der sie sehr viel mit Recht und Bürokratie zu tun hat.
Uns schenkt Anne ihr fotografisches Auge bei Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Adventsbasar, und sie hilft auch gerne beim Organisieren. Darüber hinaus hat Anne nun zusammen mit unserer Psychologin Juliane eine Trauergruppe für alle An- und Zugehörigen ins Leben gerufen. „Mut zum Weitergehen“ haben sie sie genannt.
„Ich möchte etwas zurückgeben“, erzählt Anne, „denn die Zeit, die uns im Hospiz am IK geschenkt wurde, ist unbezahlbar.“ Seit sie ihre Frau Nina letztes Jahr bei uns im Hospiz begleitet hat, habe sich ihr „Blick aufs Leben“ noch einmal geändert, sei sie „noch feinfühliger“ geworden.

ihr wichtig sind und ihr Kraft und Ruhe geben. „Musik ist für mich ein wichtiger Punkt im Leben: Sie gibt Ruhe und sorgt für eine bestimmte Stimmung.“

And all through the nighttime
leave my sunglasses on while I shed a tear.
It's never the right time

I′m unstoppable.
I′m a Porsche with no brakes.
I'm invincible.
Yeah, I win every single game.

Auszug aus dem Songtext "Unstoppable" von Sia. Das Lied hat Anne und Nina durch die Krankheit getragen.

Auf die Arbeit mit der Trauergruppe „Mut zum Weitergehen“ freut sie sich, auch wenn das eigene Trauergefühl noch mitschwingen wird: „Es beeindruckt mich zu erfahren, was jeder von uns mit sich trägt, tragen muss und bereit ist zu tragen.“ Gerne möchte Anne anderen mitgeben, wie gut es sich anfühlt, zu erleben, nicht alleine zu sein mit der Trauer und offen darüber sprechen zu können. „Aber auch das ist ein Prozess. Den zuzulassen, ist glaube ich wichtig und gehört dazu.“

Vielen Dank, liebe Anne!

Neben der Fotografie sind es ihre Tiere und die Musik, die ihr wichtig sind und ihr Kraft und Ruhe geben. „Musik ist für mich ein wichtiger Punkt im Leben: Sie gibt Ruhe und sorgt für eine bestimmte Stimmung.“

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